Installation von SuSE 9.1 auf einem IBM Thinkpad R50
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Anmerkungen (IMHO)
Obwohl die meisten, die dies lesen werden bereits einen Thinkpad besitzen, finde ich es wichtig hier die Vorzüge nochmals rauszustellen.
Der Thinkpad ist absolut ergonomisch im Design - das bedeutet, dass er nicht unbedingt zu den Schönsten gehört, aber mit der Zeit liebt man
die vielen Details. Die Grafikkarte ist zwar etwas klein ausgefallen, wenn man den Notebook jedoch zur Arbeit benötigt ist das kein Problem.
Für die Installation von Linux ist dieses Notebook geradezu ideal: Es gibt keine störenden Windowstasten mit Funktionen die keiner will. Alle
Thinkpad-Buttons lassen sich optimal unter Linux verwenden. Außerdem will IBM im Bereich der Desktops und Notebooks in der nahen Zukunft
endlich aktiv werden.
Die Hardware den Thinkpad ist richtungsweisend. Das Display ist brilliant und dank FlexView auch unter einem ungünstigen Blickwinkel sehr gut
zu verwenden. Die Tastatur ist ebenso super in der Verarbeitung. Beim R50 sind auch alle wichtigen Schnittstellen vorhanden. Auch die Verwendung
von 2 Maussystemen ist unschlagbar. Unter Windows sind die von IBM entwickelten Sonderfunktionen tadellos (abgesehen von der umständlichen
Update-Prozedur). Es bleib zu hoffen, dass IBM da für Linux kräfig nachlegt!
Natürlich findet man an jedem Notebook Details, die problematisch sind. Je besser das Notebook, desto mehr ärgert man sich über Details...
- Es werden keine Recovery-CDs mitgeliefert: Aus CDs zur Wiederherstellung des Orignalsystems verzichtet IBM leider seit einiger Zeit. Alternativ
wird dazu eine versteckte Recovery-Partition geliefert. Damit kann man das System per Mausklick einfach widerherstellen. Das mag für Windowsanwender
praktische Vorteile bringen, verschwendet jedoch wichtigen Festplattenplatz und macht die Installation von Linux als paralleles System nicht gerade leichter,
da man sich um die Lizenzen der Originalsoftware sorgen macht. Ausserdem ist das versehentliche Löschen bei der Linux-Installation alzu schnell passiert.
- Der Lüfter geht bereits recht früh an: Das ist ein Problem, welches wohl alle neueren Thinkpads haben. In den Foren wird das häufig
diskutiert. IBM scheint sich hierzu gar nicht äussern zu wollen. Das Problem scheint weniger die Temperatur der CPU zu sein, sondern eher die
der Grafikkarte (s.u.). Aber im Grunde ist das eher eine Kleinigkeit in die man sich gerne reinsteigern kann.
Mich hat unter Windows immer ein kleiner Tippfehler in dem "Access IBM" Tool gestört: Dort steht beim R50 im Hauptmenü "Akttuelles" statt "Aktuelles".
Läßt sich einfach korrigieren, indem man die Datei "C:\Programme\IBM\Access IBM\access-text.ini" in der Zeile 22 anpasst:
TEXT20=__MENU5_TITLE__,"Ak<u>t</u>uelles"
Überblick
Hinweis::
Die Modelle R50(p) sind vergleichbar mit den Modellen T41(p).
Die Modelle R51(p) sind jedoch eher mit den Modellen T42(p) vergleichbar.
Ich verwende einen IBM Thinkpad R50 (Type 1829 7RG S/N99 - XL153 04/02) und das SuSE Linux Professional 9.1.
Leider war die CD/DVD-Version von Anfang an mit Problemen behaftet. Hier wurde wieder mal, dem Druck des Marktes folgend,
das Release zu eilig ausgeliefert (Apache startete nicht, Bluetooth stürzte ab, ...). Das Online-Update mit YOU
(anfangs noch täglich ausgeführt) behob jedoch nacheinander die grössten Probleme.
Da ich auf das beiliegende Windows XP Professional nicht verzichten wollte (Linux wird ja im Bereich ACPI noch nicht
vollständig unterstützt) habe ich ein DUAL-Boot System aufgesetzt. Das hat auch den Vorteil, dass Dinge, wie ein BIOS-Update
recht einfach geht (es funktioniert aber auch wohl unter Linux mit der Disketten-Version auf einer Boot-CD).
Einige Funktionen sind zur Zeit nur unter APM verfügbar. Auch die Software zur Steuerung der Thinkpad-Buttons verhält sich unterschiedlich.
was funktioniert:
- X-Server mit 1400x1050 mit 3D
- Dual Head (externer Monitor / Beamer) ohne 3D
- TV-Out (mit 'atitvout')
- Intel PRO/Wireless LAN 2100 3B
- IBM Ethernet
- Sound
- Trackpoint (ohne Scrollfunktion über die dritte Taste)
- Touchpad (mit Scrollfunktion)
- Thinkpad-Buttons (Lautstärke, Bluetooth, ThinkLight, ...)
- externe USB-Mouse
- APM (ich verwende jedoch ACPI)
- CD-RW
- DVD-R/RW Multiburner
- PCMCIA (mit Fritzcard getestet)
- Modem
- Externer Drucker
- Bluetooth
was nicht funktioniert bzw. Probleme macht:
- ACPI wird noch nicht vollständig unterstüzt (Suspend To Disk, Lüftersteuerung, etc.)
was ich nicht getestet habe:
- IBM FireWire (IEEE 1394) (sollte funktionieren)
- Infrarot (sollte funktionieren)
Hardware Details
Details zum Thinkpad R50 auf IBM.
Zur Hardwareunterstützung von Linuxsystemen sollte man auch mal diese Seite anschauen: http://www.linux-tested.com/.
max:~ # lspci
0000:00:00.0 Host bridge: Intel Corp. 82855PM Processor to I/O Controller (rev 03)
0000:00:01.0 PCI bridge: Intel Corp. 82855PM Processor to AGP Controller (rev 03)
0000:00:1d.0 USB Controller: Intel Corp. 82801DB USB (Hub #1) (rev 01)
0000:00:1d.1 USB Controller: Intel Corp. 82801DB USB (Hub #2) (rev 01)
0000:00:1d.2 USB Controller: Intel Corp. 82801DB USB (Hub #3) (rev 01)
0000:00:1d.7 USB Controller: Intel Corp. 82801DB USB2 (rev 01)
0000:00:1e.0 PCI bridge: Intel Corp. 82801BAM/CAM PCI Bridge (rev 81)
0000:00:1f.0 ISA bridge: Intel Corp. 82801DBM LPC Interface Controller (rev 01)
0000:00:1f.1 IDE interface: Intel Corp. 82801DBM Ultra ATA Storage Controller (rev 01)
0000:00:1f.3 SMBus: Intel Corp. 82801DB/DBM SMBus Controller (rev 01)
0000:00:1f.5 Multimedia audio controller: Intel Corp. 82801DB AC'97 Audio Controller (rev 01)
0000:00:1f.6 Modem: Intel Corp. 82801DB AC'97 Modem Controller (rev 01)
0000:01:00.0 VGA compatible controller: ATI Technologies Inc Radeon R250 Lf [Radeon Mobility 9000 M9] (rev 02)
0000:02:00.0 CardBus bridge: Texas Instruments: Unknown device ac46 (rev 01)
0000:02:00.2 FireWire (IEEE 1394): Texas Instruments: Unknown device 802a (rev 01)
0000:02:01.0 Ethernet controller: Intel Corp. 82540EP Gigabit Ethernet Controller (Mobile) (rev 03)
0000:02:02.0 Network controller: Intel Corp. PRO/Wireless LAN 2100 3B Mini PCI Adapter (rev 04)
Vollständige Informationen zur Hardware und Konfiguration via siga unter Konfiguration.
Installation
Partitionierung
ACHTUNG: Ich kann keine Garatie für diese Anleitung geben! Jeder sollte selbstverantwortlich enscheiden wie er vorgeht!
Da ich Windows XP und Linux parallel betreiben wollte, musste ich bei der Partitionierung besonders sorgsam vorgehen. Ein Fehler bei der
Partionierung würde nicht nur die Windows-Installation zerstört werden, sondern evtl. auch die versteckte IBM-Recovery-Partition. Ohne
diese Partition ist die Wiederherstellung des Originalsystems nicht mehr möglich! (Mit dem Windows-Lizenzschlüssel kann man jedoch eine
reguläre Windows-Installation vorgenommen werden, falls CD's zur Hand sind)
Tipp: Sichern Sie auf jeden Fall die Ordner C:\IBMTools und C:\Drivers. Damit haben Sie alle notwendigen Windows-Treiber für den Notfall
schon mal gesichert. Falls Sie irgendwann mal Ihr System mit den Recovery-CDs wiederherstellen müssen, überschreiben diese nur die erste
primäre Partition. Für die wieder in Betriebnahme von Linux ist dann evtl. nur noch der MBR neu zu schreiben (Hab das selber noch nicht getestet).
Man kann auch wohl selber eine bootfähige Recovery-CD/DVD für Thinkpads erstellen. Ich hab das allerdings noch nicht getestet. Das Vorgehen wird unter
Links beschrieben.
Falls Sie ebenso wie ich das Orginalsystem erhalten möchten und Linux einfach parallel betreiben wollen, können Sie wie folgt verfahren:
-
Nach dem ersten Start von Windows XP sollte direkt die Installation von Linux vornehmen
Da einzelne Windowsprogramme Daten in den hinteren Teil der Festplatte installieren, die nicht verschoben werden können, sollte
man unmittelbar nach dem ersten Start von Windows die Defragmentierung durchführen und die Linux-Installation beginnen.
Da Linux die Windowspartition zunächst verkleinern muss (während der Installation möglich) dürfen hier keine Daten liegen.
Durch dieses Vorgehen lässt sich die Partition etwa halbieren.
-
Die versteckte Partition für SuSE sichtbar machen
Da die Recovery-Partition eine versteckte Partition ist und der SuSE-Installer diese nicht erkennt, ist es recht gefährlich
Änderungen an der Partitionstabelle vorzunehmen. Entweder man merkt sich die Zylinderzahlen und bestimmt so die Partitionsgrenzen,
oder man sorgt dafür, dass diese einfach sichtbar ist. Hierzu wechselt man in das BIOS des Systems und stellt die Sicherheitseinstellungen
von "normal" auf "unsicher". Dadurch wird die Unsichtbarkeit aufgehoben. Nach der Installation sollte man diesen Wert unbedingt wieder
zurücksetzen, da sonst unter Windows durch Programme Änderungen vorgenommen werden könnten und das Recovery-System zerstört würde.
Weitere Informationen dazu gibt es auf dem White Paper von IBM.
Installation
-
Die SuSE Installation durchführen und dabei die Partitionierung von Hand vornehmen
Beim Start der Installation kann man bereits die Auflösung auf 1400x1050 setzen. Danach kann man der Installationsroutine folgen.
Bei der Partitionierung sollte man jedoch den Vorschlag von SuSE verwerfen und die eingenen Einstellungen vornehmen.
Ich habe mich für folgende Partitionen entschieden:
Platte /dev/hda: 40.0 GByte, 40007761920 Byte
240 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 5168 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 15120 * 512 = 7741440 Bytes
Gerät Boot Start End Blocks Id System
/dev/hda1 * 1 2399 18136408+ 7 HPFS/NTFS
/dev/hda2 4653 4694 317520 1c Hidden W95 FAT32 (LBA)
/dev/hda3 2400 4652 17032680 f W95 Ext'd (LBA)
/dev/hda5 2400 2466 506488+ 83 Linux (ext2)
/dev/hda6 2467 2605 1050808+ 82 Linux Swap
/dev/hda7 2606 4652 15475288+ 83 Linux (ReiserFS)
Achtung: Die Boot-Partition darf kein journaling filesystem sein.
-
Die Packetauswahl von Hand anpassen
Generell muss man sagen, dass auf den SuSE DVDs mehr drauf ist, als man benötigt. Dennoch empfiehlt es sich für einen Thinkpad einiges
zu beachten. Es gilt: Wenn der Platz reicht, sind die Enwicklungstools (Compiler, Bibliotheken, Sourcen) zu installieren. Extratools
werden oft nur als Quellcode bereitgestellt und da ist es sehr mühsam alle Werkzeuge erst noch zusammen zu sammeln.
Suchen Sie bei der Packetauswahl nach Begriffen wie "Thinkpad", "IBM" und "Laptop" bzw. "Notebook". Beziehen Sie die Beschreibung in die Suche mit ein.
Die Programme zur Steuerung der Thinkpad-Buttons sind seit SuSE 9.1 als RPMs mitgeliefert.
Die Anpassung der Packetauswahl kann auch später noch vorgenommen werden. Zunächst sollten Sie die Installation an dieser Stelle erst einmal
vollständig abschliessen.
-
ATI-Grafikkartentreiber austauschen
Der Radeon9000-Treiber, der mit XFree ausgeliefert wird funktioniert ohne Probleme. Die 3D-Funktionalität ist nicht berauschend, aber
ausreichend. Das Problem ist der Betrieb der Karte. Dieser Treiber kann die Leistung nicht den Anforderungen anpassen. Daher läuft die
Karte immer mit voller Leistung. Das hat zu Folge, dass zu viel Energie verschwendet wird und der Laptop überhitzt (unkritisch)!
Unter Linux läuft mit diesem Treiber der Lüfter, geht er einmal an, in einem durch. Mit den original Treibern von ATI, kann dieses
Problem gelöst werden. Danach ist das Lüfterverhalten annähernd so wie unter Windows (wen wunderts?).
Damit man mit SuSE Updates keine Porbleme bekommt, habe ich mich nachträglich für das dort beschriebene Verfahren entschieden.
Das kommt ebenfalls aus ohne den ganzen Kernel neu zu kompilieren. Auf dem SuSE FTP Server stehen die aktuellen Treiber zusammen
mit einer Beschreibung zum Download bereit. Das in der README beschriebenen Vorgehen ist ohne Probleme nachzuvollziehen.
Entweder man konfiguriert anschliessend seinen X-Server selber (fglrxconfig) oder man verwendet meine Konfiguration.
Nach einem Neustart des Systems sollte dann alles funktionieren. (Achtung: Die Datei XF86Config-4, falls vorhanden, wird
statt der XF86Config geladen - daher einfach die Datei XF86Config-4 löschen, nachdem die gewünschten Einstellungen kopiert wurden.)
Meine Version der XF86Config (incl. Touchpad, USB-Mouse, etc.) ist unter XF86Config verfügbar.
Nach einem Kernel-Update ist es evtl. erforderlich die alten fglrx-Packete zu deinstallieren und die beschriebene Installation zu wiederholen.
-
Multimedia und weitere Tools
Für weitere Multimedia-Packete (DVD-Ripper, etc.) empfehle ich http://packman.links2linux.de. Hier gibts es bereits
die aktuellsten Packete für SuSE 9.1 als RPM. Alle Packete, die benötigt werden, hier aber nicht zu finden sind, sind auf den SuSE-CDs.
"unrar" ist leider von SuSE ohne "rar" installiert worden, wenn man "rar" von Packman benötigt, sollte man vorher "unrar" von SuSE
deinstallieren. Alle RPMs sollte man zunächst mit der Option "--test" installieren, um Konflikte früh zu erkennen!
Konfiguration
-
Thinkpad-Buttons: automatisch starten
Damit normale Nutzer auf Ihrem System die Thinkpad-Buttons verwenden können, müssen Sie Schreibrechte auf das Device
/dev/nvram geben (z.B. mit chmod a+rw).
Bitte seihen Sie hiermit sehr vorsichtig. Es kann gefährlich diese Rechte zu vergeben.
Um die Thinkpad-Buttons automatisch zu starten, trägt man
/usr/bin/tpb &
in die Datei /etc/X11/xinit/xinitrc ein.
Hierzu muss allerdings das tpb-Packet installiert sein. Meine Konfiguration steht unter Konfiguration.
Diese einfach mit der unter /etc/ abgleichen.
-
Mouse: TrackPoint und Touchpad konfigurieren
Die Konfiguration kann seit SuSE 9.1 einfach via YaST erfolgen. Hierzu muss man unter "Hardare/Grafikkarte und Monitor" als erste Maus
(TrackPoint) eine reguläre "PS/2 Mouse" wählen. Für das Touchpad (zweite Maus) wählt man den Synaptics-Treiber aus und setzt unter den
Einstellungen alle drei Häckchen. Falls einem die Mausbewegungen zu schnell sind, kann dies später in der XF86Config von Hand angepasst werden:
Option "MinSpeed" "0.07"
Option "MaxSpeed" "0.15"
Option "AccelFactor" "0.0007"
Mit diesen Werten bin ich recht zufrieden :-)
Die Zeigergeschwindigkeit des TrackPoint kann man noch anpassen (siehe USB-Mouse).
-
Externe USB-Mouse: Anpassung des Mausbewegung
Mit meiner X-Konfiguration funktioniert eine externe USB-Mouse ohne Probleme. Leider ist die Zeigergeschwindigkeit, durch die Optimierung des Touchpads,
sehr langsam. Die Angabe der Option Resolution ermöglicht jedoch das Verhalten mit dem Kommando xset zu verbessern.
Der TrackPoint wird durch die selbe Konfiguration gesteuert und verbessert sein Verhalten ebenso.
Das Kommando xset m 2 3 bringt ein sehr ordentliches Mausverhalten. Damit das Kommando automatisch beim Start einer X-Session ausgeführt wird,
starte ich aus der Datei /etc/X11/xinit/xinitrc heraus mein Script /usr/local/bin/xsession (~/.xsession macht leider Probleme).
Meine Konfiguration und das entsprechende Scritp stehen unter Konfiguration.
-
Wireless LAN: Konfiguration des Intel PRO/Wireless LAN
-
Konfiguration mit 'ipw2100'
Der beste Weg für die Verwendung dieses WLAN unter Linux ist das Modul von http://ipw2100.sourceforge.net. Am Anfang
wurden noch nicht alle Funktionen unterstützt, weshalb ich hier auch noch die Verwendung von ndiswrapper beschreibe.
Mittlerweile wird die WEP-Verschlüsselung von diesem Modul vollständig unterstützt. Die Installation und Konfiguration kann
einfach via YaST vorgenommen werden.
-
Konfiguration mit 'ndiswrapper'
Alternativ kann man auch die Windows-Treiber (lassen sich einfach downloaden) über das Modul ndiswrapper
verwenden.
Hierzu geht man wie folgt vor:
- NDIS-Warpper via YaST installieren
- Den Windows-Treiber Intel PRO/Wireless Lan 2100 3B downloaden und entpacken
- Den Treiber mit ndiswrapper -i ./PROW7100_XP_v1.2.0.56_logo/w70n51.inf laden
- Mit ndiswrapper -l prüfen, ob der Treiber geladen wurde
- Das Modul mit modprobe ndiswrapper laden (funktioniert, wenn dmesg irgendwas wie wlan0: ndiswrapper ethernet device xx:xx:xx:xx:xx:xx ausgegeben hat)
- Die Schnittstelle mit iwconfig wlan0 mode Managed konfigurieren
- Den WEP-Key (128Bit) mit iwconfig wlan0 key open DeinKeyInHEXCode konfigurieren
- Den Netzwerknamen mit iwconfig wlan0 essid DeinNetzwerkname konfigurieren
- Mit iwconfig kann das Ergebnis geprüft werden
- Mit YaST eine nicht erkannte Karte konfigurieren (nicht die erkannte WLAN-Karte!)
- Den Typ Dratlos und das Interface 0 angeben (ergibt wlan0)
- Den Betriebsmodus auf verwaltet (für AccessPoint-Zugang) setzen
- Den Namen des Dartlosen Netzwerks eingeben
- Den Verschlüsselungskey eingeben
- Als Kernelmodul ndiswrapper angeben
- IP und Routing nach eigenen Wünschen konfigurieren
- Evtl. die Datei /etc/sysconfig/network/ifcfg-wlan0 editieren und WIRELESS_KEY='xxx' in WIRELESS_KEY='open xxx' ändern
- Wenn nach /etc/init.d/network restart alles funktioniert, kann man die Einstellungen des Wrappers mit ndiswrapper -m speichern
Weitere Informationen hierzu auch unter Links
-
Keybord: Aktivierung der NUM-Lock, Back- und Forward-Tasten
Zur Aktivierung dieser Tasten sind folgende Xmodmaps auszuführen:
keycode 77 = Num_Lock
keycode 234 = Prior
keycode 233 = Next
Hierbei können die Funktionen beliebig angepasst werden. Jetzt würden die Next- und Prior-Tasten seitenweise blättern.
Mappings dieser Funktionen können dann im jeweiligen Windowmanager gemacht werden.
Da der XFree 4.3 bzw. KDE nicht mehr mit Setzungen über die Datei ~/.xsession bzw. /etc/X11/Xmodmap arbeitet, habe ich
meine /etc/X11/xinit/xinitrc angepasst. Diese ruft ein Script (/usr/local/bin/xsession) auf, welches nach dem Start des Windowmanagers
(durch eine Zeitverzögerung) die Modmaps und andere X-Einstellungen (z.B. Mauseinstellungen) entsprechend setzt.
Meine Konfiguration und das entsprechende Scritp stehen unter Konfiguration.
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Bluetooth: Verwendung wie im Handbuch beschrieben
Für Bluetooth habe ich bisher noch keine sinnvolle Verwendung (Drucker, etc.). Ich konnte aber nach Handbuch-Anweisungen Bilder von meinem
Siemens-S55 Handy auf das Notebook kopieren.
-
ISDN: Eine ISDN-Verbindung liess sich ohne Problem via PCMCIA-Karte einrichten
Die PCMCIA-ISDN-Fritz-Karte konnte ohne Probleme verwendet und konfiguriert werden. Wird parallel jedoch auf eine Ethernet-Verbindung konfiguriert, so
gibt es bei der Einwahl Probleme mit dem Default-Gateway. Ich verwende daher den Profil-Manager in YaST.
Außerdem habe ich pro Netzwerk-Device die Setzungen des Default-Gateway in eine entsprechende Datei geschrieben. Dadurch wird bei der Aktiviertung
des Interfaces automatisch das entsprechende Gateway gesetzt.
-
Modem: Das Modem funktioniert unter SuSE 9.1 ohne Probleme
Bei der Konfiguration des Modems wird dieses automatisch erkannt und ein benötigtes Software-Packet (smartlink-softmodem) automatisch nachinstalliert.
Die Konfiguration ist dann kein Problem mehr und funktionierte auf anhieb parallel zu meiner ISDN-Konfiguration.
-
Netzwerk: den Betrieb von unterschiedlichen Netzwerke
Für den Betrieb unterschiedlicher Netzwerke sollte man den Profil-Manager in YaST verwenden. Darüber werden immer nur bestimmte Devices
mit den entsprechend eingestellten Konfigurationen geladen. Um unterschiedliche Gateways je nach Device zu nutzen kann jeweils eine eigene Konfigurationsdatei
in /etc/sysconfig/network anlegen: Für das Device wlan0 legt man einfach eine Datei ifroute-wlan0 mit z.B. folgendem Inhalt an:
default 192.168.1.254 - -
Der Name des Interfaces muss exakt identisch sein! Bei den Einstellungen zu den Porfilen sollte man die Option (sicher 0700) nicht setzen, da sonst die Datei /etc/resolv.conf
von normalen Nutzern nicht mehr gelesen werden kann. Mit dieser Datei wird die Namensauflösung realisiert. Falls es dennoch Probleme gibt, kann man die Resource network
anpassen und die Datei entfernen.
-
CD-RW-Brenner bzw. DVD-R/RW Multiburner:
Mein Modell verfügt lediglich über eine DVD-RAM CD-RW Laufwerk. Dieses wird automatisch vollstädig unterstützt. Weitere Einstellungen waren nicht notwendig.
Bei Modellen mit einem Multiburner ist volgendes zu beachten:
Der Multiburner wird, obwohl er ein DVD-R/RW und DVD-Ram-Laufwerk ist, als DVD-Ram vom System erkannt.
In der Datei /etc/resmgr.conf ist daher der der zusätzliche Eintrag
add /dev/dvdram desktop
nützlich, da man sonst nicht als User brennen kann. Die Rechte für cdreco, cdrdao (und growisofs) sollten korrekt gesetzt sein (SUID setzen):
-rwsr-xr-x 1 root users 364570 2004-04-06 03:28 /usr/bin/cdrecord
-rwsr-xr-x 1 root users 666452 2004-04-07 08:28 /usr/bin/cdrdao
-rwsr-xr-x 1 root users 57660 2004-04-06 03:26 /usr/bin/growisofs
In der Datei /etc/fstab ist ein Eintrag "users" zu ergänzen, da sich sonst growisofs quer stellt.
/dev/dvdram /media/dvdram subfs
fs=cdfss,ro,users,procuid,nosuid,nodev,exec,iocharset=utf8 0 0
-
TV-OUT: Fersehausgang für ältere Geräte
Um das S-Video Signal auch für alte Ferseher zu verwenden, benötigen Sie ein elektronisches Element, was die Bild- und Farbinformationen
wieder überlagert. Das entspricht dem Chinch-Ausgängen älterer Geräte. Dieses Signal kann dann mit einem Chinch-SCART-Stecker an den
Fernseher gesendet werden. Ein einfaches S-Video-SCART-Kabel liefert nur ein Schwarz-Weisses Bild. Moderne Fernseher können jedoch so betrieben
werden.
Für etwa 15,-Euro kann man eine solche S-Video-Chinch-Kupplung kaufen (z.B. HAMA 42737)
Generelles Vorgehen für TV-OUT mit einer ATI-Karte:
- Mit YaST atitvout installieren
- TV und Notebook verbinden
- Fernseher einschalten
- Notebook neu starten
- Auflösung des XServers auf "800x600" setzen (evtl. mit xvidtune)
- Mit atitvout -f detect prüfen, ob der Fernseher erkannt wurde
- Mit atitvout pal den Modus auf PAL (für Deutschland) setzen
- Das Kommando atitvout -f t startet die Fernseherausgabe
- Das Kommando atitvout -f l reaktiviert die Ausgabe am Notebook
- Videos lassen sich am besten mit mplayer ansehen. Die Optionen -vm -fs sorgen für eine Fullscreen-Ausgabe
Damit ich die Auslösung nicht ändern muss habe ich die XF86Config so angepasst, dass ich den X-Server einfach mit startx -- -layout TV starten kann.
-
KDE: Gösse der Icons im Startmenü anpassen
Falls Ihnen die Icons im K-Menü auch zu gross sind, setzen Sie in der Datei ".kde/share/config/kickerrc" den Wert "MenuEntryHeight" auf
32, 22 oder 16.
-
hw_random: Das Modul für den Hardware-Zufallszahlengenerator kann nicht geladen werden
Da dieses Modul bei mir nicht funktioniert und ich diese Funktion nicht brauche, habe ich Sie einfach abgestellt und der Fehler beim Booten ist weg.
Dazu einfach install hw_random /bin/true in die Datei /etc/modprobe.conf eintragen und einmal depmod -a starten - fertig.
Alternativ kann man einfach hw_random in der Datei /etc/hotplug/blacklist eintragen und das Modul wird nicht mehr geladen. Dies ist dann endlich
die offizielle SuSE-Aussage zu diesem Problem.
Updates (via YOU)
Wenn man mit seinem System soweit erstmal zufrieden ist, sollte man mit den Updates recht vorsichtig sein (never change a running system).
Natülich sollte man die Sicherheitsupdates bei Bedarf einspielen. Updates bezüglich der Grafikunterstützung (X-Server oder flgrx-Treiber)
sollten jedoch mit vorsicht genossen werden. In der Regel war nach einem Update eines dieser Komponenten meine 3D-Unterstützung hin. Einmal musste ich
sogar im RC3 die XF86Config anpassen und den "radeon" Treiber aktivieren, da sonst nur ein schwarzer Bildschirm blieb.
Dennoch werden diese Komponenten ständig verbessert. Ein Update sollte aber NIE unbedacht und ohne ausreichend Zeit gemacht werden.
Im Moment läuft mein System wieder rund und ist up to date.
Konfigurationsdateien
Neben vielen einzelnen Beschreibungen sind Konfigurationsdateien wohl die grösste Hilfe. Daher werde ich hier einige wichtige Dateien zum
Download hinterlegen. Diese sind teilweise mit Vorsicht zu verwenden, da z.B. eine falsche XF86Config die Hardware beschädigen kann.
Bei Intresse an weiteren Konfigurationen meldet euch bitte bei mir:
XF86Config
tpbrc
xinitrc (xsession eigenes script, dass aus der xinitrc gestartet wird)
Links
Dank der Dokumentation unterschiedlicher Leute (nicht nur Thinkpad-Nutzer) konnte ich die Installation erst so vollständig
durchführen. Ich habe in der Zeit viele Online-Berichte und -Hilfen gelesen und von vielen Nutzen gezogen. Leider kann ich
jetzt kaum noch sagen, welche Informationen ich woher habe. Ein großer Teil kommt auch aus unterschiedlichen Mailing-Listen.
Dennoch versuche ich hier noch mal die wichtigsten Links aufzulisten. Auch Links auf nützliche Resourcen werde ich hier nach
Möglichkeit nennen.
Da ich nur durch die Dokumentation und Hilfe Anderer meinen Thinkpad so gut konfigurieren konnte, möchte ich an dieser Stelle
alle ermutigen Ihre Erfahrungen ebenfalls weiterzugeben!
Mein Dank gilt all jenen, die so fleissig Ihre Erfahrungen ins Web gestellt haben!
Dokumentation
http://www.ibm.com (IBM - White Paper der "Predesktop Area")
http://www.ibm.com (IBM Thinkpad R50(p) - Software und Treiber)
http://portal.suse.com/sdb/de/history/index.html (Offizielle Anweisungen für SuSE 9.1)
ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/supplementary/X/ATI/suse91/fglrx/ (ATI Treiber (fglrx) unter SuSE 9.1)
http://forum.dlink.de/topic.asp?TOPIC_ID=21882 (Tutorial zur Installation einer PCMCIA-WLAN-Karte unter SuSE)
http://www.linux-infopage.de/show.php?page=berichte-ndiswrappercentrino (Ndiswrapper installieren und Centrino-WLAN unter Linux nutzen)
http://ozzzy.dhis.org/ati_radeon.html (ATI Radeon HowTo)
http://www.4saad.com/WhatsNew/Fresh_XP_Install/index.htm (Eine bootfähige Recovery-CD/DVD für Thinkpads erstellen)
Resourcen
http://www.tuxmobil.de (Tux auf Notebooks mit vielen Tipps)
http://www.tuxmobil.org (Das Orginal mit noch mehr Tipps)
http://www.linux-on-laptops.com (wichtiges Linux-Portal für Notebookbesitzer)
http://forum.thinkpads.com/ (IBM ThinkPad support Open Forum)
http://www.linux-club.de (Support-Forum für SuSE Linux)
http://www.ati.com/support/drivers/linux/radeon-linux.html (Angaben zu Konfiguraton der Grafikkarte unter Linux von ATI)
http://ipw2100.sourceforge.net (Modul für Intel PRO/Wireless 2100)
http://ndiswrapper.sourceforge.net (Intel PRO/Wireless 2100 mit Windows-Treibern)
http://lists.suse.com/archive/suse-laptop/ (SuSE Linux auf Laptops)
http://mailman.linux-thinkpad.org/mailman/listinfo/linux-thinkpad (Mailing list for users of Linux on IBM Thinkpads)
http://tuxmobil.org/Mobile-Guide.db/Mobile-Guide.html (Linux-Laptop-HOWTO von Werner Heuser)
http://packman.links2linux.de (viele nützliche RPM-Packete, die SuSE nicht bietet)
last changed 12.2004 by Sebastian Dierksmeier